Die
Bahnstrecke
Die KANDERTALBAHN ist eine erhaltengebliebene klassische Nebenbahn
im südlichen Schwarzwald. Sie zweigt in Haltingen (5 km nördlich
vom Basel Bad Bf) von der Rheintalbahn ab und führt über
ein Strecke von ca. 13 km durch das Kandertal ins Töpferstädtchen
Kandern.
Streckendaten:
Betriebseröffnung: 01.05.1895
Streckenlänge: 12,9
km
Spurweite: 1.435
mm
Betriebseinstellung:
31.12.1983 (Personenverkehr
offiziell), weiterhin Schienenersatzverkehr
durch
Busse infolge Streckenunterbruch seit 04.07.1983
04.07.1983 (Güterverkehr
Wollbach - Kandern)
01.04.1985 (Restverkehr)
Wiedereröffnung:
01.05.1986 Museumsbetrieb
durch die euroVapor
Die
KANDERTALBAHN als Museumsbahn
Die KANDERTALBAHN ist eine der wenigen Bahnen in Deutschland (und
die einzige normalspurige Nebenbahn in Baden-Württemberg), die
als reine Museumsbahn in Betrieb ist. Sie ist in ihrer vollen Länge
mit allen Stationen erhalten geblieben. Das Transportsystem Nebenbahn
ist noch weitgehend vollständig vorhanden und lässt sich
hier im Betrieb erleben.
Die Bimmelbahn- Atmosphäre hat sich hier erhalten:
es wird an den zahlreichen Bahnübergängen ohne technische
Sicherung geläutet und gepfiffen, dieser Umstand hat den Nebenbahnen
die Bezeichnung Bimmelbahn eingebracht.
Im Gegensatz zu den zahlreichen Tafeln, die den Lokführer zum
Läuten oder Pfeifen auffordern, sind in dem vereinfachten Nebenbahnbetrieb
keine Hauptsignale vorhanden. Auch bei Tempo 30 wird man bei jeder
Gleisunebenheit durchgeschüttelt. Die Schienenstöße
sind hier noch vorhanden und deutlich hör- und spürbar.
Die KANDERTALBAHN ist eine typische Stichbahn, welche die Ortschaften
im Kandertal an die Hauptstrecke Mannheim-Basel anschließt.
Dabei benutzt sie einen Talverlauf, um möglichst günstige
Verhältnisse für die Trassierung zu finden. Dieser Umstand
begünstigt auch die heutige Museumsbahn, da keine hohen Kosten
für die Unterhaltung aufwendiger Kunstbauten entstehen.
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